Ein Besuch in Rom

Das Colosseum in Rom

Freitag

Weil wir am Donnerstagabend schon angereist sind, können wir nach dem Frühstück im Hotel* direkt mit dem Sightseeing starten. Unsere Unterkunft liegt sehr zentral und viele der Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß zu erreichen. Wir haben Glück mit dem Wetter, die Vorhersage für die nächsten Tage ist sehr gut und obwohl es erst Februar ist, steigen die Temperaturen im Laufe des Tages bis auf 16 Grad an.

Wir steuern als Erstes den Trevi Brunnen an und sind, als wir um die Ecke biegen, überrascht von den vielen Menschen. Irgendwie hatten wir im Februar nicht mit so vielen Touristen gerechnet. Warum eigentlich? Wir sind ja auch hier. Wir schmeißen – weil man das halt so macht – eine Münze in den Brunnen und setzen unseren Weg fort in Richtung Spanische Treppe. Oben am Ende der Treppe befindet sich eine kleine Kirche. Von ihren Stufen aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

Unser nächster Stopp ist das Pantheon – eins der zahlreichen imposanten antiken Bauwerke der Stadt. Der Eintritt ist frei und wir bestaunen die riesige Kuppel, durch die die Sonnenstrahlen ins Innere scheinen. Imposant – das werde ich in den nächsten Tagen noch häufiger denken, während wir uns die Stadt anschauen. Wir gehen über die Piazza Navona weiter zum Campo de Fiori, auf dem jeden Tag ein kleiner Markt stattfindet. Hier findet man frisches Obst und Gemüse, leckeren italienischen Käse und Pasta in allen Formen und Farben. Da schon wieder Zeit für das Mittagessen ist, entscheiden wir uns für eines der Restaurants am Platz. In der ganzen Stadt sind auch die Tische draußen vor den Lokalen gedeckt, und da es sich in der Sonne gut aushalten lässt, wählen wir einen der Tische auf der Straße und beobachten das bunte Treiben.   

Das Pantheon in Rom
Das Pantheon

Vom Campo de Fiori ist es nur ein Katzensprung ins Viertel Trastevere. Auf der anderen Seite des Tiber befindet sich das alte Arbeiterviertel, das heute vor allem durch seine zahlreichen Restaurants, kleinen Craft-Bier-Bars und Kunsthandwerksläden beliebt bei Touristen und jungen Römern ist. Wir schlendern durch die Gassen und genießen das hippe Flair, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zum Hotel machen.

Nachdem wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs waren, suchen wir uns zum Abendessen ein Restaurant in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft. Nach kurzer Recherche entscheiden wir uns für das Ristorante Santa Christina al Quirinale, das versteckt in einer Gasse hinter unserem Hotel liegt. Die Preise sind etwas teurer, aber das Essen wirklich hervorragend und der Service sehr charmant.  

Samstag

Heute steht der Besuch im Vatikan auf dem Programm. Um dorthin zu kommen, nehmen wir den öffentlichen Bus. Ein Ticket für eine Person kostet 1,50€ und ist ganz unkompliziert in jedem Kiosk zu bekommen. Es empfiehlt sich, zumindest eine Eintrittskarte oder am besten gleich eine ganze Tour im Voraus zu buchen, damit man nicht in der endlosen Schlange vor der Vatikanstadt stehen muss. Außerdem kommt man mit einem Guide direkt von der Sixtinischen Kapelle aus in den Petersdom und muss sich nicht dort erneut in die Schlange stellen.

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Sonntag

Heute steht die nächste Tour auf dem Programm: Forum Romanum und Colosseum. Beides ist vom Hotel aus fußläufig zu erreichen. Hier scheint es auch ohne Tour als Einzelperson gut möglich zu sein reinzukommen, die Tickets würde ich trotzdem versuchen im Voraus zu kaufen. Gegenüber des Forum Romanum befindet sich auch die offizielle Touristeninformation. Auch heute kommt mir des Öfteren das Wort „imposant“ in den Sinn. Diese Stadt muss in der Antike unfassbare Ausmaße gehabt haben und wunderschön gewesen sein.

Das Forum Romanum in Rom
Forum Romanum

Abends machen wir uns auf den Weg ins Jüdische Viertel und kehren spontan im Le Tartarughe Eat & Drink ein. Die Bar liegt an einem kleinen Platz mit Springbrunnen und ist bestimmt in lauen Sommernächten ein guter Anlaufpunkt. Die Stimmung ist ausgelassen und es gibt leckere Cocktails, Paninis und andere Kleinigkeiten zu essen. Generell entscheiden wir uns bei diesem Trip recht spontan für die Lokale und Restaurants, in die wir einkehren. Ich glaube es ist gar nicht möglich, in Rom schlecht zu essen.

Unser nächstes Ziel war jedoch eine Empfehlung und wir steuern es gezielt an. Es ist nicht das erste, aber wahrscheinlich das leckerste Eis, das wir in Rom essen. Das Eiscafé Giolotti ist bekannt und auch am späten Abend noch gut besucht. Man muss zuerst an der Kasse das Eis in der gewünschten Größe bezahlen und geht dann mit dem Bon an die Theke, um sich die Sorten auszusuchen. Wer möchte, bekommt noch einen Schlag Sahne obendrauf.

Wir fahren mit dem Bus zurück zum Hotel und gehen dann noch einmal los in Richtung Colosseum: Wir wollen die beeindruckende Arena bei Nacht festhalten. Die Straßen sind immer noch voll mit Menschen und man bekommt einen Eindruck davon, wie sich eine warme Sommernacht in der italienischen Hauptstadt anfühlen könnte. Obwohl es inzwischen nicht mehr wirklich warm ist (im besten Fall halbwegs mild), kaufen wir uns noch ein Bier am Kiosk und genießen unseren letzten Abend in Rom.

Hin und weg

Rom wird wahrscheinlich von nahezu jedem deutschen Flughafen angeflogen. Unsere Route von Düsseldorf über München mit Lufthansa hat problemlos funktioniert. Da unsere Ankunftszeit so spät war, dass der Zug in die Stadt nicht mehr fuhr und wir keine Lust hatten doppelt so lange im Bus zu sitzen, haben wir uns über Welcome Pickups einen privaten Transfer organisiert. Das hat sehr gut geklappt und war ähnlich teuer wie ein offizielles Taxi (die übrigens Festpreise anbieten). Auf dem Rückweg sind wir dann mit dem Zug zurück zum Flughafen gefahren (Leonardo Express). Der Zug benötigt für die Strecke ca. 30 Minuten und kostet 14€ pro Person. Die Tickets dafür haben wir am Automaten am Bahnhof gekauft.

Fazit

Rom ist eine wahrlich imposante und beeindruckend schöne Stadt, die wahrscheinlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist. Gutes Essen, charmante Kellner und das womöglich beste Eis Italiens – was will man mehr. Man muss sich allerdings auch bewusst darüber sein, dass sie mit 2,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten Europas gehört und an vielen Stellen eben auch laut, dreckig und voll ist. Das ist meiner Meinung nach aber kein Grund, diese Stadt nicht zu besuchen. Ich glaube, dass man Rom wenigsten einmal im Leben gesehen haben sollte.

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