Ein Städtetrip nach Kopenhagen

Kopenhagen Nyhavn Dänemark

Ich nehme mein Fazit bei diesem Beitrag einfach mal vorneweg – Kopenhagen ist eine Reise wert!

Ich war bereits zum zweiten Mal in der dänischen Hauptstadt und ich kann mir gut vorstellen, noch ein drittes und viertes Mal wiederzukommen. Wenn möglich, würde ich die Sommermonate wählen, aber auch im Winter lohnt sich der Weg, denn durch die riesige Auswahl an Museen wird einem auch bei schlechtem Wetter nicht langweilig. Manche Orte entfalten ihren vollen Charme aber einfach erst mit Sonne und wenn die Bäume grün sind.

Kopenhagen hat die perfekte Größe, um (fast) alles zu Fuß zu machen, ist von Deutschland aus mit dem Flieger, der Bahn und (von manchen Städten aus) sogar mit dem Bus zu erreichen. Der Flughafen ist sehr stadtnah gelegen und gut mit der Metro angebunden. Abgesehen von all den Vorteilen ist Kopenhagen allerdings nicht gerade das günstigste Reiseziel und es lohnt sich durchaus, vor Ort ein paar Sachen zu beachten.

Unterkunft

Ich habe bei dieser Reise meinen Freund besucht, der beruflich in Kopenhagen zu tun hatte. Wir haben in diesem Hotel* gewohnt, was super zentral in der Nähe des Nyhavn liegt. Das Zimmer war ziemlich klein und das Badezimmer im Raum „integriert“. Alles kein Problem, wenn du alleine unterwegs bist oder mit jemandem, den du sehr gut kennst. Das Zimmer war sauber und das Frühstück hatte alles, was man so braucht. Absolut unschlagbar ist und bleibt aber die Lage! Selbst die Metrostation, von der aus man ohne umsteigen in zwanzig Minuten zum Flughafen fahren kann, ist fußläufig zu erreichen.

Falls du mit dem Zelt oder dem Wohnmobil unterwegs bist, gibt es nördlich der Stadt einen besonderen Campingplatz in der historischen Festung des Charlottenlund Fort. Deinen Stellplatz solltest du aber in jedem Fall einige Zeit im Voraus buchen. 

Vor Ort unterwegs

Vor allem, weil ich schon zum zweiten Mal in der Stadt war, wollte ich diesmal auch ein paar Sachen außerhalb des Stadtzentrums machen. Um maximal flexibel zu sein und Geld zu sparen, habe ich mir für 48 Stunden die Kopenhagen City Card gekauft. Damit kannst du kostenlos den kompletten Nahverkehr (inkl. Regionalbahnen) benutzen und hast den Eintritt für über 80 Museen und Attraktionen inklusive. Es gibt sie für bis zu 120 Stunden zu kaufen und sie lohnt sich vor allem dann, wenn du viel (auch außerhalb der Stadt) sehen willst. Ich habe mit der Karte in zwei Tagen mehr als 40€ gespart und es ist sicherlich noch mehr möglich, wenn du ein bisschen früher als ich in den Tag startest 😉

Das habe ich mir mit der Kopenhagen City Card angeschaut…

Louisiana – Museum für moderne Kunst

Das Museum für moderne Kunst mit wechselnden Ausstellungen liegt nördlich von Kopenhagen (ca. 40 Min. mit dem Zug) und sticht vor allem durch sein Außengelände und seine Lage heraus. Direkt an der Küste gelegen reicht der Skulpturenpark quasi bis ans Wasser und lädt vor allem im Sommer zum Verweilen ein.    

Museum für moderne Kunst Louisiana Kopenhagen
Blick von der Terrasse des Museums aus.

Noch weiter nördlich liegt Helsingør (von wo aus man mit der Fähre nach Schweden fahren kann) mit dem Schloss Kronborg und dem dänischen Museum für Schifffahrt, was vor allem durch seine Bauart heraussticht. Mit der Kopenhagen City Card sind sowohl die Bahnfahrt, als auch beide Eintritte inklusive.

Roskilde

Mein Plan war eigentlich, in Roskilde das Museum für Pop, Rock und Jugendkultur Ragnarock zu besuchen. Leider war es aber aufgrund einer Veranstaltung geschlossen. Ich war stattdessen im Wikingerschiffsmuseum und habe den Dom besucht, der UNESCO Weltkulturerbe ist.

Dom zu Roskilde Dänemark
Der Dom zu Roskilde

Kanaltour

In der Kopenhagen City Card ist auch eine der Bootstouren durch die Kanäle der Stadt inklusive. Ich finde es immer ganz schön, auch mal die Perspektive zu wechseln und mir eine Stadt vom Wasser aus anzuschauen.

Dänisches Design Museum

Da es mir unmöglich war, alle im Ansatz interessant klingenden Museen in Kopenhagen zu besuchen, habe ich mich letztlich für das Designmuseum entschieden. Keine schlechte Wahl, obwohl ich mir weniger futuristisches und mehr klassisches dänisches/skandinavisches Design gewünscht hätte. Aber das hängt sicherlich auch sehr von den aktuellen Ausstellungen ab.

Wäre es Sommer gewesen, hätte ich die Kopenhagen City Card noch für den Eintritt in den botanischen Garten genutzt.

Gut zu wissen

Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Kopenhagen zählen auch die gelben Boote, die wie Busse funktionieren. Es gibt feste Haltestellen und du kannst mit ihnen von einem Ufer ans andere fahren und sie somit auch zum Sightseeing nutzen. Wenn du nicht das Geld für eine Kanaltour ausgeben möchtest, sind diese Boote zumindest eine Alternative. Wobei du bei einer Kanaltour natürlich noch Einiges mehr siehst.

Boot Kanal Dänemark
Öffentliches Verkehrsmittel in Kopenhagen

Praktische Apps für deine Reise nach Kopenhagen

Abgesehen von der Kopenhagen City Card App macht es Sinn, dass du dir die App DOT für den öffentlichen Nahverkehr herunterlädst. Hier kannst du nicht nur Tickets buchen, sondern auch die beste Verbindung von A nach B ermitteln. Für einige Museen in Kopenhagen und Dänemark allgemein gibt es die  Audioguide App Useeum, die du dann vor Ort anstatt eines klassischen Audioguides nutzen kannst. Einige der Tonspuren gibt es bis jetzt jedoch nur auf Dänisch. Um Währungen umzurechnen nutze ich schon seit Jahren die App MyWährung und auch der Google Übersetzer macht eigentlich immer Sinn.

Sightseeing

Auch ohne irgendwelche Museen zu besuchen, gibt es bei einem Spaziergang durch Kopenhagen viel zu entdecken. Ich mache eigentlich bei jedem Städtetrip eine oder mehrere Free Walking Stadtführungen mit und bin noch nie enttäuscht worden. Aber du kannst natürlich auch auf eigene Faust die Stadt erkunden.

Ein ganz besonderes Viertel in Kopenhagen ist Christiania – eine autonome Gemeinde auf einem ehemaligen Militärgelände. Hört sich gefährlicher an als es ist und ich würde dir, vor allem wenn du im Sommer in der Stadt bist, einen Besuch auf jeden Fall empfehlen.

Sehr schön, vor allem am Abend, ist der Nyhavn. Ich kann dir nicht empfehlen, hier in ein Restaurant einzukehren, aber entlangspazieren und ein Eis essen solltest du dir nicht nehmen lassen. Wenn du ganz bis ans Wasser durchgehst, kommst du beim (wie ich finde) ziemlich spektakulären Theater raus.

Wenn du dieses Theater dann umrundest und immer entlang des Wassers gehst, gelangst du irgendwann zum Wahrzeichen von Kopenhagen – der kleinen Meerjungfrau. Aber ich muss dich vorwarnen, das Erlebnis ist recht enttäuschend. Sie ist kleiner als du vielleicht vermutest und rundherum gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Du kannst auch vom Theater aus mit dem Boot (siehe oben) bis in die Nähe der kleinen Meerjungfrau fahren.

Kleine Meerjungfrau Kopenhagen
Die kleine Meerjungfrau – das etwas enttäuschende Wahrzeichen von Kopenhagen.

Wenn du im Sommer in der Stadt bist, lohnt sich ein Abstecher in den Stadtteil Nørrebro. Hier geht’s ein bisschen alternativer zu und es gibt eine Menge kleiner Bars und Restaurants. Vor allem bei warmem Wetter kann man schön draußen sitzen und das Treiben um einen herum beobachten.

Einen Besuch wert ist auch die Königliche Bibliothek. Der Neubau sieht nicht nur von außen ziemlich spektakulär aus, sondern hat auch innen eine ganz besondere Architektur zu bieten. Außerdem gibt es ein Café und schöne Sitzplätze direkt am Wasser.  

Essen und Trinken

Durch seine Lage direkt am Wasser kommen Fischliebhaberinnen in Kopenhagen voll auf ihre Kosten. Aber es gibt natürlich viele verschiedene Restaurants für jeden Geschmack. Bei den recht hohen Preisen in Dänemark lohnt es sich, nach günstigeren Angeboten um die Mittagszeit herum Ausschau zu halten. Obwohl bei einem allgemeinen Steuersatz von 25% eigentlich nichts wirklich „günstig“ ist.

Ich bin ja der Meinung, dass Pizza und Burger immer geht. La Perla ist ein klassischer Italiener in der Innenstadt, der auch den oben genannten Mittagstisch anbietet. Und bei POPL, deren Restaurant direkt im Hafen liegt, bekommst du sehr leckere Burger (auch zum Mitnehmen). Wenn dir mehr nach asiatischem Essen ist, dann solltest du bei LumLum vorbeigehen. Der kleine Thai liegt sehr zentral aber etwas versteckt in einem Kellergeschoss nahe des großen Platzes Kongens Nytorv.

Für ein kleines Frühstück oder den Kaffee zwischendurch bietet sich die Filiale der Coffee Collective in der Bernikow Passage an. Ich bin eigentlich kein Freund von Einkaufspassagen, aber diese ist erstens sehr klein und zweitens wunderschön anzusehen. Und da du auf keinen Fall in Skandinavien gewesen sein kannst ohne eine Zimtschnecke zu essen, solltest du eine Filiale der BUKA Bäckerei besuchen.

Extratipp

Wenn du die Kanäle rund um Kopenhagen auf eigene Faust erkunden und dafür keine einzige Öre ausgeben willst, kannst du dir ein Green Kayak ausleihen. Und so funktioniert es: Du sammelst auf deiner Tour durch die Kanäle Müll ein, teilst dein Erlebnis mit einem Bild in den sozialen Medien und bekommst dafür kostenlos ein Kayak zur Verfügung gestellt. Gibt’s übrigens auch in Deutschland.

Fazit

Wie schon am Anfang erwähnt, lohnt ein Besuch in Kopenhagen eigentlich zu jeder Jahreszeit. Und wenn du die Möglichkeit hast, würde ich an deiner Stelle nicht nur für ein Wochenende hinfahren. Es gibt auch in der Umgebung noch so viel zu entdecken, dass es sich lohnt ein paar Tage länger zu bleiben. Die Stadt ist auch als allein reisende Frau problemlos zu bereisen, ich habe mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt (und auch wenn ich meinen Freund besucht habe, habe ich alle oben aufgeführten Sachen alleine gemacht). Die Dänen sind sehr freundlich und sprechen durchweg sehr gut Englisch, viele auch Deutsch.

Du warst schon mal in Kopenhagen und willst eine andere Stadt in Dänemark besuchen? Dann ist dieser Gastbeitrag über Aarhus vielleicht genau das, wonach du suchst!

*Ich bin ein Affiliate-Link.

Kommentare

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  1. Hi, ich war auch schon 3 x für einen Tag in Kopenhagen und habe mich gleich in die Stadt verliebt. Wir waren auch in der Nähe von einem Neubauviertel( leider weiß ich nicht mehr wie es heißt) im Meer schwimmen. Was mir sehr angenehm auffiel war die absolute Entspanntheit und Freundlichkeit der Dänen.

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