Zwei Nächte in Paris

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Was machen, wenn man nur zwei Nächte in Paris hat und alleine ein Besuch im Louvre schon mehrere Tage dauern würde, um jedes Werk zu sehen?
Um den Kurztrip nicht zum Marathon werden zu lassen, gibt es hier ein paar Tipps, die entschleunigen und einem die Möglichkeit geben, die Atmosphäre der Stadt zu genießen, ohne außer Atem zu kommen.

Das Zentrum von Paris ist in 20 Stadtbezirke, so genannte Arrondissements, eingeteilt. Diese spiralförmigen angeordneten Bezirke beginnen im Zentrum der Stadt und setzten sich im Uhrzeigersinn bis in die Vororte fort. Je kleiner die Zahl des Bezirks also ist, desto zentraler ist er. Jeder Bezirk besteht aus mehreren Vierteln. Das 6. Arrondissement, das „Arrondissement du Luxembourg“, befindet sich südlich der Seine und umfasst die Viertel „Quartier de la Monnaie“, „Quartier de l´Odéon“, „Quartier Notre-Dame-des-Champs“ und „Quartier Saint-Germain-des-Prés“ und gilt als bedeutendstes Wissenschafts- und Kulturviertel der Hauptstadt. Besonders das Quartier Saint-Germain-des-Prés lädt mit seinen vielen kleinen Boutiquen, Galerien und Cafés zum Schlendern und Verweilen ein und der Jardin du Luxembourg bietet auch an heißen Sommertagen ein schattiges Plätzchen für eine Pause abseits des Großstadtlärms.

Jardin du Luxembourg

Einen guten Ausgangspunkt, um das 6. Arrondissement zu erkunden, bietet das Hôtel Eugénie*, das durch seine nahegelegene Metro- und Regionalbahnstation gut vom Bahnhof und Flughafen aus zu erreichen ist. Direkt gegenüber des Hotels befindet sich ein kleines Kino und in unmittelbarer Umgebung zahlreiche Cafés, Imbisse und Crêperien. Eine davon ist Culture Crêpes, die ihre außergewöhnlichen Kreationen nach berühmten Persönlichkeiten benannt haben, wie zum Beispiel den Crêpe „Coco Chanel“ mit Serranoschinken, Ziegenkäse, Honig, Thymian und Feigen. 

Folgt man der Rue Saint-André des Arts nach Westen, ist man schnell mittendrin im Quartier Saint-Germain-des-Prés und findet eine große Auswahl unterschiedlichster Cafés und Restaurants vor. Die Speisekarten der einzelnen Lokale kann man bequem vom Straßenrand aus studieren und sich dann spontan für eine Lokalität entscheiden. Ein typisch französisches Frühstück bekommt man zum Beispiel im Café Buci und schräg gegenüber in dem sehr auffällig mit künstlichen Blumen geschmückten Maison Sauvage Saint-Germain-des-Prés lässt sich am Abend bei einem Getränk wunderbar das Treiben auf der Straße beobachten.

Maison Sauvage

Wer sich auf Entdeckungstour außerhalb des Viertels begeben und die Stadt aus einer anderen Perspektive genießen möchte, dem sei die Tour mit dem Batobus empfohlen: Eine Art Wassertaxi, das die wichtigsten Landmarken im Zentrum ansteuert und in das man den ganzen Tag lang so oft ein- und aussteigen kann, wie man möchte. Kauft man das Ticket online, bekommt man einen kleinen Rabatt. Das gilt ebenso für viele Museen und andere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Oft darf man mit einem online gekauften Ticket auch an der Schlange vorbeigehen und erspart sich so das lange Warten in der Sommerhitze und wird beim Regenguss nicht nass.

Wer auf der Suche nach Souvenirs und schönen Dingen abseits der chinesischen Billigware ist, dem sei die Papeterie Brentano´s in der Nähe der Oper empfohlen. Und wer größeren Shoppingexzessen frönen möchte, der geht am besten ein paar Schritte weiter in die Galerie Lafayette. Da bleiben sicher keine Wünsche offen und von der Dachterrasse aus hat man außerdem einen schönen Blick auf die Stadt.

Papeterie Brentano´s

Zwei Nächte in Frankreichs Hauptstadt sind wahrlich nicht viel Zeit, aber auch in 72 Stunden kann man einiges erleben. Und ob man dabei von früh bis spät im Eiltempo durch die Stadt rast, um so viel wie möglich gesehen zu haben, oder ob man sich für die entschleunigte Variante mit vielen Zwischenstopps in Cafés und Parks entscheidet, liegt natürlich in eigenem Ermessen.

Paris ist in jedem Fall eine Reise wert!

Dich zieht es nach Norden? Dann kann ich dir einen Städtetrip nach Riga empfehlen!

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